1.12. | 18 Uhr

Das Ende der Sowjetunion und der Neubeginn der Geschichte. Historiker*innen als Zeitzeug*innen

Mittwoch, 1.12.2021
Teilnehmer*innen: Klaus Gestwa (Tübingen), Bianca Pietrow-Ennker (Konstanz), Irina Scherbakowa (Moskau), Gerhard Simon (Köln)
Moderation: Katharina Kucher (Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung)
Zugang kostenlos
Online via Zoom
Meeting-ID: 644 5034 6007
Kenncode: 527837

Bianka Pietrow-Ennker. Bild: Universität Konstanz
Bianka Pietrow-Ennker. Bild: Universität Konstanz
Gerhard Simon. Bild: Gerhard Simon
Gerhard Simon. Bild: Gerhard Simon
Irina Scherbakowa. Bild: Irina Scherbakowa
Irina Scherbakowa. Bild: Irina Scherbakowa
Klaus Gestwa. Bild: Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde
Klaus Gestwa. Bild: Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde
„Alles schien für ewig, bis es nicht mehr war“ – auf diese prägnante Formel brachte der Anthropologe Alexei Yurchak das Ende der Sowjetunion. Was niemand für denkbar hielt, überraschte kaum noch jemanden, als es passierte. Zu jenen Wissenschaftler*innen, die sich zum Zeitpunkt der Auflösung der UdSSR besonders intensiv mit der Sowjetunion, ihrer Geschichte und Gegenwart beschäftigten, gehörten Historiker*innen. 1991 wurden sie zu Zeitzeug*innen eines Ereignisses von welthistorischer Dimension, dessen Folgen man aber nicht genau einschätzen konnte. Historisches Erfahrungswissen war gefragt, und die Geschichtswissenschaft stand vor der Herausforderung, den Zerfall der Sowjetunion zu erklären. Zudem änderten sich die Arbeitsbedingungen grundlegend: Viele bislang kaum zugängliche Archive öffneten ihre Türen und gaben lange unter Verschluss gehaltene Akten frei. In dieser Roundtable-Diskussion werden vier führende Historiker*innen aus Russland und Deutschland das eigene Erleben des Zusammenbruchs genauso reflektieren wie dessen Folgen für ihr Bild auf die Geschichte der Sowjetunion.

Linktipp:
Unser Medienpartner dekoder hat ein Interview mit Alexei Yurchak, Autor des Buches Everything Was Forever, Until It Was No More, geführt.
Mehr hier.

Interview auf dekoder.org mit Alexei Yurchak